Kimchi Princess

Beginnen wir die Betrachtung der berliner Gastronomie so richtig stereotyp: beim hippen, lauten, koreanischen BBQ. Koreans do it better steht auf dem Shirt der Kellnerin – mal sehen

Die erste Begenung läuft schon mal schlecht: wir haben für 21:30h reserviert, aber der Laden ist proppe voll. Die Gäste aus der Acht-Uhr Schicht lassen sich nicht hetzen und sitzen noch an den Tischen. Also stehen wir – wie ein Dutzend anderer Gäste auch –  dumm in der Gegend rum. Trotz Reservierung wohl gemerkt. Man vermutet schon Kalkül dahinter.

Also schauen wir uns in der Zwischenzeit mal kurz um: Man sitzt an Holzbänken, die an Picknicktische im Park erinnern und die Wände sind knallrot im Überseecontainer Dekor. Dazu das humorvoll hippe CI des Ladens = gibt für mich ein stimmiges Bild.

Dann endlich unser Platz. Und die Karten. Und damit auch der nächste Lichtblick: klingt alles sehr lecker und ansprechend. Und für mich als Laie auch ziemlich koreanisch. Da finden sich für jeden sofort drei Sachen, die man unbedingt probieren muss. Das Angebot für Vegetarier ist nicht übermäßig, aber auch die werden sicherlich fündig.

Tischgrill

Tischgrill

Wir hatten Bock auf Fleischgemetzel und deswegen gab es zwei mal Tischgrill für je zwei Personen. Sicherlich das Signature Dish hier. Einmal hauchdünne Entrecôte Scheiben zum selber braten und einmal Schmorfleisch mit Oktopus und frischen Zwiebeln. Die Gerichte werden direkt am Tisch zubereitet – was beim Entrecôte natürlich eine Menge hermacht.

Mit dem Hauptgang kommen auch ein gutes Dutzend Schalen mit Kimchi (natürlich), fischigem Tofu, eingelegtem Ingwer und und und auf den Tisch. Sieht gut aus und schmeckt alles abwechslungsreich gut.

Das Rindfleisch mit Oktopus war extrem lecker und ist eine Empfehlung für jeden, der hier herkommt. Das Entrecote zum selber braten fand ich schwierig und für meinen Geschmack auch etwas zu teuer, ist aber eine gute Show und daher auch keine Enttäuschung.

Fazit: Wenn man einfach nur gut essen will, kann man sich den Stress bei Kimchi Princess sparen. Und besser gekocht wird für das Geld woanders sicherlich auch. Aber für ein tolles Erlebnis am Puls der Zeit kriegt man ne Menge geboten, ist gut unterhalten und schmecken tut es auch noch.

Soll man hingehen.

 

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3 Kommentare zu “Kimchi Princess

  1. Moin Stefan, schön etwas von Dir zu hören und vor allem… mal wieder ein fingerleckendgut.
    Was ist denn „das humorvolle, hippe CI“? Das verstehe ich nicht.
    Der Laden klingt spannend und lecker, würde gerne noch mehr sehen. Kannst du noch ein Bild vom Interieur und evtl. von der Straße nachreichen? Ach ja, gab es einen Koreanischen Kurzen oder ausschließlich Bier vom Fass.

    Grüße aus Freiburg

  2. Also wenn du es gern mal weniger hipp und dafür umso mehr koreanisch hättest, empfehle ich das Arirang in der Uhlandstr. 194. Eher hässlich, klebrige Plastiktischdecken, aber das feinste Bibimbap westlich von Seoul. Grüße aus (inzwischen) Dresden …

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